Archiv für Mai 2009
Beratungsgutscheine für Haushalte
Der Ruf von Versicherungsvertretern ist beileibe nicht der Beste. Seit einiger Zeit gährt im Hintergrund der Wunsch nach einer gründlichen Politur. In der Versicherungsbranche ist es Gang und Gäbe, dass der Vermittler für abgeschlossene Verträge von dem Versicherungsunternehmen eine Abschlussprovision erhält. Diese Methode bietet Nährboden für den mittlerweile vorhandenen “Vertragskanibalismus”. Alte Verträge wurden durch vermeintlich Bessere abgelöst, der Kunde weiß nicht genau ob es tatsächlich so ist. Würde der Berater von einem Produktwechsel (also von einem Neuabschluß) nicht profitieren, dann gäbe es bald keine Berater mehr. Das ist jedoch ebenso unerwünscht wie sein Gegenteil. Eine optimale Beratung und Betreuung ist also nur zu haben, wenn der Berater eine Bezahlung erhält, am Besten vom Kunden selbst. Der Kunde wiederum wird seine Bezahlung nur jemandem geben, der auch wirklich zu seiner vollen Zufriedenheit gearbeitet hat…
Kaum jemand wird ohne umfangreiche Information auf Anhieb verstehen, warum er denn für etwas bezahlen soll was er bisher umsonst haben konnte. Hier ist ein Umstiegskonzept notwendig. Da diese Provisionsmisere die privaten Haushalte eine Menge Geld kostet, leidet auch durch die gesunkene Kaufkraft indirekt die öffentliche Hand mit. Wahrscheinlich wird es billiger, wenn von den Kommunen Beratungsgutscheine für solche Beratungen ausgegeben werden. Eine entsprechende Studie ist dahingehend bereits erstellt worden. Wir dürfen gespannt sein, welche Veränderungen sich dadurch ergeben werden. Fest steht: es muss etwas geschehen, dass einerseits der Kunde gut beraten ist, andererseits der Berater auch davon leben kann.
Alexander Rybak gewinnt den Eurovision Song Contest
Es schien gar nicht mehr aufzuhören, dass Norwegen im Rahmen des Eurovision Song Contests in Moskau für seine Darbietung die Höchstpunktzahl von 12 der Einzelwertungen bekommen sollte. Der 23- jährige Alexander Rybak, geboren in Weißrussland, räumte ab wie es noch niemals zuvor einer Ländervertretung gelungen war. Mit 387 Punkten uneinholbar ließen sich der Interpret und sein Performance- Team gar nicht mehr beruhigen.
Gesang, unterbaut mit dem genial fetzigen Geigensound, verschaffte diesem jungen Mann einen Auftritt der ihn mit seinem Märchensong europaweit zu einem neuen Musikstar werden lässt. Das Beste daran ist: der Komponist ist Alexander Rybak selbst.
Steuersenkungen und Finanzkrise…
Wir befinden uns wieder mal in einer Zeit vor den Wahlen und die Phase der Wahlversprechungen wird heißer.
Bevor es jedoch Themen gibt die nicht durchsetzbar sind steht ein offener Rückzug mancher Partei besser zu Gesicht. So ist die Entscheidung der CSU, nicht weiter Steuersenkungen zu propagieren, eine Massnahme für nachhaltigere Glaubwürdigkeit in der sehr volatilen Stimmungswelt der Politik. Tatsache ist hierbei, dass dieses Versprechen aufgrund der uns bevorstehenden Neuverschuldung nicht so richtig in die finanzielle Landschaft passen will. Steuersenkung ist ohnenhin ein Wort, welches die Wähler auch schon in der Vergangenheit immer wieder thematisch verfolgt und oft enttäuscht hat…
Vermittlungsprovisionen bald passè?
Die Versicherungs- und Finanzbranche beschäftigt sich mit neuen Abrechnungsmethoden. Die Bundesregierung plädiert vermehrt für Beratungen, die nicht mehr über die vermittelten Produkte bezahlt werden (Vermittlungsprovisionen). Stattdessen soll der Verbraucher eine Gebühr oder ein Honorar für die Beratungsarbeit bezahlen. Ob dann das Thema Versicherung dadurch wirklich günstiger wird bleibt zweifelhaft. Eine bessere Beratungsqualität sollte die Branche in jedem Fall anstreben.
Durch Bad Bank wieder mehr Kreditvergaben an Verbraucher
Die Bundesregierung entschied sich nun für die Einführung einer Bad Bank. Sie soll schlechte Kredite von Banken übernehmen, die ihre herausgegebenen Kredite von ihren Schuldnern nicht zurückgezahlt bekommen. Da diese Verluste in der Bilanz durch Eigenkapital gegenfinanziert werden müssen, gerät manche Bank nun an seine Grenze des Machbaren. Lagert sie die “faulen” Kredite an eine Bad Bank aus, dann muss dafür kein Eigenkapital vorgehalten werden. Im Gegenzug erhält sie einen Das erklärt, warum nun die Banken wieder vermehrt Kredite ausreichen können.
Bad Bank ist also gut für die Bankenwelt, und gut für die Verbraucher. So “bad” ist das gar nicht…
Medizinische Fachangestellte, Betriebsrente fast geschenkt
Die seit dem 01.04.2008 sind laut Tarifvertrag für die medizinischen Fachangestellten umfangreiche Förderansprüche sind zum 01.07.2011 überarbeitet worden. Somit ist es möglich pro Monat noch mehr Förderung zur Entgeltumwandlung dazu zu bekommen. Das Konzept hierzu wurde sehr gut durchdacht. Obwohl die hohe Förderung durch den Arbeitgeber bezahlt wird, hat er dadurch kaum finanzielle Nachteile. Der Nutzen durch Mitarbeiterbindung, Motivationsanreize usw. dürfte exorbitant höher ausfallen. Deshalb ist kaum zu verstehen, dass viele Mediziner ihren Mitarbeitern diese Möglichkeit noch nicht angeboten haben.
Die soziale Schwäche der abhängig Beschäftigten wird sich ohne Altersvorsorge nicht verbessern, sondern eher das Gegenteil manifestieren. Betriebliche Altersvorsorge ist also insbesondere in diesem Förderumfang für Privilegierte unerlässlich. Ansprechpartner der Chefs sind hierfür unabhängige Berater, die sich in diesem Tarifvertrag gut auskennen. Ansprechpartner können über das Kontaktformular genannt werden.
* abhängig von den im Tarifvertrag aufgeführten Kriterien, status- abhängig. Auf Wunsch mehr Infos auf Nachfrage über das Kontaktformular.
Mittelstand lahmt bei Betriebsrenten
Kleine und mittlere Betriebe kümmern sich nicht in gewünschtem Maße um die Verbreitung von Betriebsrenten. Laut Umfrage liegt es an mangelndem Interesse und an fehlender Information. So ist es von der Gesetzgebung her hingegen nicht gewollt. Vielmehr versteht sich das Betriebsrentengesetz in der Art, dass der Arbeitgeber seine Fürsorgeverpflichtung dem Mitarbeiter gegenüber erfüllt, indem er tunlichst für eine möglichst hohe Durchdringung bei seinen abhängig Beschäftigten sorgt. Die hierzu Befragten gaben ihre Auskünfte unabhängig davon ob in deren Unternehmen bAVen implementiert waren oder nicht. Das gibt wiederum Aufschluss darauf, dass selbst in bereits anbietenden Unternehmen oftmals zwar Mitarbeiter von der Entgeltumwandlung Gebrauch machen, aber bei höherer Beratungsqualität eine noch höhere Nachfrage die Folge wäre. Eindeutig ist hier jedoch die Aussage, dass im allgemeinen die Einführung und Beratung durch ein unabhängiges Beratungshaus die mit Abstand besten Ergebnisse liefert. Banken und Steuerberater nehmen hier nur Nebenrollen ein. Unabhängige Experten sind sogar unabdingbar in diesem Bereich, denn: bAV ist in weiten Bereichen Arbeitrecht! Hier drohen Haftungsgefahren, die nur ein Spezialist auf sich beziehen und dadurch den Unternehmer “enthaften” kann. Es bleibt weiterhin zu hoffen, dass sich zukünftig noch mehr Unternehmer darum kümmern und das Fördergeld für beide Seiten nicht länger auf der Straße liegen lassen…
Zinsen in Schieflage- Banken sind die Gewinner
Seit dem Herbst 2008 hat die EZB den Leitzins von 4,25 auf 1,25 Prozent gesenkt. Die Banken und Sparkassen geben dieses an die Verbraucher weiter- jedoch nur bei den Guthabenzinsen… was die Vergabe von Krediten angeht ist wiederum ärgerlich: Zwar werden z.B. Dispo- Kredite um durchschnittlich 0,4 Prozent entlastet, andererseits kündigen Kreditinstitute den Anstieg der Kreditzinsen an.
Fazit: Die Banken und Sparkassen lassen sich von der Politik helfen und planen Zinserhöhungen als notwendige Maßnahme zur Bildung von stabileren Rücklagen. Ist etwa bei den Banken mehr im Argen als allgemein bekannt ist?