Artikel-Schlagworte: „Kapital“

Jeder muss investieren.

Jeder hat Ziele. Auf dem Weg durchs Leben treffen wir immer wieder auf Situationen, die Kapital erfordern. Im Großen wie im Kleinen. Welche aber sind die wichtigsten und die größten finanziellen Ziele die es zu erreichen gilt? Da wäre zum Einen die Berufsausbildung, dann das Gründen einer Familie, ein Eigenheim als Favorit vieler Familien, dann folgt die Altersvorsorge. In Zahlen ausgedrückt sprechen wir hier über erhebliche Summen. Nur diese Ziele allein erfordern im Laufe des Lebens einen Kapitaleinsatz in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro. Jede dieser “dicksten Brocken” hat seinen eigenen Charakter. Die berufliche Laufbahn erfordert anfängliche Einschränkungen und hohen persönlichen Einsatz als Investition. Das Gründen einer Familie verhält sich ähnlich und profitiert von der beruflichen Grundlage. Arbeit und Familie stellen also die Prioritäten, die in das tägliche Leben möglichst harmonisch eingebettet werden müssen. Beides verhält sich gleich: es lebt aus Geld, welches stets verdient und auf der anderen Seite auch stets benötigt wird. In der Regel gelingt es dabei das Vermögen zu vergrößern, da die Kosten geringer gehalten werden können als das Einkommen. Darauf folgt nicht selten der Gedanke an eine schöne Wohnumgebung für den Ausgleich, wobei hier sicher die eigenen vier Wände gelten dürften. Finanztechnisch verhält sich Wohneigentum allerdings anders. Um ihn zu bekommen, benötigt man viel Geld auf einen Schlag. In der Regel zu dem Zeitpunkt, zu dem das Kapital dafür noch nicht vorhanden ist. Das macht es teuer. Ein Eigenheim ist dadurch eine Investition, welche viel weniger Wert ist als die Summe der Kosten für Finanzierung und Tilgung. Die Altersvorsorge verhält sich dagegen völlig gegensätzlich. Die Investition ist viel kleiner im Gegensatz zur erheblich größeren Kapitalbilanz am Ende der Sparphase. Das Eine kostet Zinsen, das Andere bringt sie. Dieses Beispiel zeigt auf, das speziell diese beiden Investitionen unbedingt zusammen gehören. Interessant ist hierbei, dass durch das Einhalten der richtigen Reihenfolge, des zeitweisen Durchführens beider Investitionen gleichzeitig, und wiederum der richtigen Exit- Strategie ein optimales Ziel erreicht werden kann.

Fazit:

1. Beruf und Familie ermöglichen ständiges Einkommen bei notwendigen Konsums. Aus den Überschüssen sollte entstehen:

2. Altersvorsorge durch mehrschichtiges Besparen

3. Planung und Anschaffung des Eigenheimes.

4. Vermögensaufbau

Diese Reihenfolge ist eine konkrete Empfehlung an alle Familien. Sie befolgt das Gesetz des Zinseszins- Effektes durch frühes sparen (weniger Aufwand) und der Sicherheit durch Sachwerte (z.B. Immobilie). Der Trick ist allein die Reihenfolge!

Lehman, ist wirklich alles futsch?

Die Pleite der Investmentbank Lehman Brothers bringt sehr viel Halbwissen und damit viel unnötige Unruhe in Umlauf. Nicht alle, die mit der Investmentbank zu tun hatten haben ihr Geld verloren. Zu Unterscheiden ist hierbei ob direkt in die Bank investiert wurde, also die Bank das Geld vom Anleger z.B. gegen Anleihen selbst verwenden konnte, oder ob die “Lehman- Brothers” das Geld treuhänderisch in Sondervermögen investiert haben. Sondervermögen sind in diesem Sinne z.B. Fonds, die lediglich von der Bank verwaltet werden. In der Funktion eines Vermögensverwalters verfügt die Bank dann nicht selbst über das anzulegende Kapital, sondern es wird in andere Werte weiter investiert. DasFondsvermögen bleibt also als Anlage nicht bei der Investmentbank selbst, sondern wird als Sondervermögen nach gesetzlichen Vorschriften separat geführt. Dieses gehört dann im Falle einer Insolvenz der Investmentbank nicht zur Insolvenzmasse. Die Folge wäre dann lediglich, dass dieses Sondervermögen von einem anderen Vermögensverwalter oder von einer anderen Investmentbank übernommen wird, um wiederum die Interessen der Anleger zu wahren.